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Generationenhaus Engenhorst,Menzelen-Ost

Der demographische Wandel ist im gesamten Bundesgebiet spürbar und macht auchvor der Gemeinde Alpen mit seinen Ortsteilen nicht halt. Zwei wesentliche Aspektesind auszuführen: Da ist zum einen die demographische Alterung, also dass immermehr Menschen in einem höheren Lebensalter sind, und zum anderen die Tatsache,dass die Bevölkerungszahl zurück geht.
Das Entwurfskonzept sah daher folgenden Denkansatz vor: Die Mobilität der Älterennimmt zu, der Wohnraum für ältere Menschen verändert sich! Es müssen räumlicheVeränderungen und eine größere Vielfalt in der Gestaltung erlebbar gemachtwerden. Der Spruch vom alten Baum, den man nicht mehr verpflanzt, wird auf jedenFall gehörig an Relevanz verlieren.
Vorraussetzung für diese Planung ist natürlich eine gut ausgebaute medizinische,soziale und kulturelle Infrastruktur, die auch eine beruhigende und gesicherteÜberschaubarkeit bietet.
Mit dem Neubau des Generationshauses in Menzelen hatten wir die große Chance,dem dortigen Stadt- (Dorf-) und Straßenraum gestalterische Prägnanz und Qualitätzu geben. Nicht nur im Blick auf den architektonischen Ausdruck selbst, sondernauch im Zusammenhang mit dem Bild aller umliegenden Gebäude. Ganz besondersinteressant ist der städtebauliche Zusammenhang in süd-westlicher VerbindungRichtung Kirche, Pfarrheim und Vorplatz. Hier sehen wir die Möglichkeit derErschließungsachse Kirche – Marktplatz mit weiteren baulichen Erneuerungen,wieder wichtige, sinnvolle Impulse zu geben.
Die schmale Gebäudebreite der zwei Giebel von jeweils 6,30m im gradlinigenVerlauf zur „Neue Straße“ veranlasste uns eine Fassade mit einer klaren,modernen Formensprache – ohne jeden Schnickschnack – zu konzipieren. Durchdie Proportion und geometrische Ordnung wird die äußere Gestaltung durchdas Verhältnis von geschlossenen und verglasten Flächen bestimmt. Die neuenStraßenraumkanten orientieren sich in ihrer Gliederung an die Höhen und derMaßstäblichkeit der umgebenen Bebauung. Die Grundidee der Fassade basiert aufder traditionellen Zweiteilung der giebelständigen Ansicht eines niederrheinischenHauses. Diese Zweiteilung führt zu einer Komposition der Fassaden, bei der sichruhige Klinkerflächen, großformatige Fensterflächen im Erschließungsbereich unddie partiell, rythmisierten weißen Aluflächen der Balkone in abstrakter Fügungabwechseln.
Das Innenleben des Hauses lässt sich von außen ablesen, wobei die nötigeDiskretion vor allem im Wohnbereich gewahrt bleibt. Alle Wohnungen als auch dieNutzflächen im Kellergeschoss werden vertikal, barrierefrei durch einen Aufzugerschlossen. Die Raumstruktur der einzelnen Wohnungen basiert auf der Konzeptionder behindertengerechten Erschließung.
Jetzt gilt es das neue Generationenhaus fertig zu stellen und ganz im Sinne einesWohnhauses, generationenübergreifend mit Leben zu füllen!