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„Wohnprojekt Am Bergacker“,Wesel - Ginderich

Das Plangebiet liegt im Weseler Ortsteil Ginderich, zwischen den Straßen Bergacker, Birtener Straße und Schwanenhofstraße. Das städtebauliche Konzept setzt sich mit dem Ort und dem Maßstab von Ginderich auseinander. Das Plangebiet soll mit einer ruhigen Höhenentwicklung und der Fassung der neu angelegten Straßenräume einen wohltuenden Kontrast zum heterogenen Umfeld schaffen. Mit der Anordnung der Erschließungsstraße im süd-westlichen und den beiden Fußwegen im süd-östlichen Bereich des Planungsgebietes sollen die vorhandenen stadträumlichen Bezüge der Umgebung aufgenommen werden. Für sinnvoll wird ein weiterer Fußweg im östlichen Bereich des Plangebietes gehalten, der aber von der unmittelbaren Nachbarschaft abgelehnt wurde. Bedingt durch seine nahezu dreieckige Grundform wird das Plangebiet mit seinem äußeren Ring und seinem inneren Kern durch eine Ringstraße erschlossen. Das Konzept ist dergestalt aufgebaut, dass im „äußeren Ring“ die „klassischen Eigenheimbesitzer“ ihr freistehendes Einfamilienhaus oder ihre Doppelhaushälfte errichten können. Die Planung sieht hier eine Bebauung von insgesamt 16 Wohneinheiten vor. Die Grundstücksgrößen variieren zwischen 300 und 450 m². Grundsätzlich ist eine offene Bebauung mit verschiedenen Gebäudetypen, einem begrünten und hierarchiefreien Außenbereich geplant. Die unmittelbare Zuordnung der Garagen und Stellplätze zu den Wohngebäuden ist gewährleistet. Der verkehrliche Ablauf ist vorgeprüft. Es ist ein bekannter Mangel, dass in Ginderich nur vereinzelt altengerechter Wohnraum zur Verfügung steht. So leben im Ort, im zunehmenden Maße ältere Menschen alleine in großen Wohnungen und Einfamilienhäusern und sind nicht mehr in der Lage das Objekt einschließlich des meist dazugehörenden großen Gartens zu pflegen oder auch zu unterhalten. Aufgrund dieser unzureichenden Infrastruktur sahen sich bereits etliche „Alt – Gindericher Bürger“ gezwungen ihren Wohnsitz in Seniorenwohnanlagen nach Wesel oder Xanten zu verlegen, obwohl sie lieber im Dorf und damit in „ihrer etablierten Dorfgemeinschaft“ geblieben wären. So ist beabsichtigt im „inneren Kern“ das so genannte „Mehrgenerationenwohnen“ zu etablieren. Junge Familien, Alleinerziehende oder Singles können dann entweder in eigenem Haus mit oder in direkter Nachbarschaft zu ihren Eltern, Großeltern oder anderen älteren Mitbürgern leben. Die Wohnungen für Senioren sind ebenerdig geplant und werden sich hinsichtlich der Ausstattung an den einschlägigen Normen, wie der DIN 18025, orientieren. Damit ist sichergestellt, dass der Wohnraum weitestgehend barrierefrei errichtet wird. Gerade junge Familien finden im Plangebiet einen besonders geeigneten Raum, da die weitläufige Umgebung genügend Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten, die vom Durchgangsverkehr freigehaltene Straße, zusätzliche Sicherheit bietet. Diese „Durchmischung“ von Altersstrukturen im Wohngebiet wird nicht nur dafür sorgen, dass junge Familien im Ort verbleiben und somit den Bestand der Gesellschaft sichern, vielmehr ist damit zu rechnen, dass die zu erwartenden Steigerungszahlen in den Altersgruppen der älteren Menschen eine Chance für einen gewissen ökonomischen Fortschritt bieten. Zwar ist bekannt, dass mit zunehmendem Alter die Kaufkraft nachlässt, dennoch kann erwartet werden, dass in dieser Altersgruppe der Bedarf an Dienstleistungen steigt. So ist vorstellbar, dass es steigende Nachfragen in den Bereichen Gesundheit/Wellness, haushaltsnahe Dienstleistungen oder auch dem Handwerk geben wird. Aber auch der pflegerische Bereich kann von dieser Altersgruppe profitieren. Diese Dienstleistungen bilden einen nicht zu unterschätzenden Wachstumsmarkt, auch in Ginderich.